THEORIE UND PRAXIS

DER BESTE BÖENLIFT?

Ein paar von uns Fördekitern gehen der Theorie nach, ob es Unterschiede bei den herannahenden Böen gibt und ob es ein System zu entdecken gilt, wann der Absprung stattfinden solte, um in den besten Lift in der Böe hineinzuspringen.

Anlass für die Untersuchung dieser Theorie ist es, dass man manchmal denkt 'Uh, oh, satte Böe, also ab die Post und fett abspringen!' – Dann aber kaum Lift und platsch zurück aufs Wasser. Anderer Tage, selber Grundwind, selbe Böigkeit und selbes Timing, aber fette Sprünge und viel Hangtime in und mit der Böe – warum das?!?
Also muss es doch einen Unterschied geben, der da vielleicht in der Temperatur der herannahenden Böe liegen könnte. Vielleicht schiebt sich eine warme Böe über die langsamere kalte Luft davor und hebt sich somit an der Vorderkante an? Warme Luft ist leichter als kalte Luft und würde somit immer auf/über die kalte Luft aufgleiten. Dann wäre der beste Absprung gleich zu Beginn der Böe in die aufsteigende Vorderkante der Böe.

Falls es kalte Luft ist, die als Böe heranrollt, kann es doch sein, dass diese vorne/unten abgebremst wird und darüber sich selbst überholt, also einen Buckel bildet, der eben etwas hinter der Vorderkante ist. Denn kalte Luft liegt am Boden und auf dem Wasser auf und wird somit dort (unten) durch Bodenreibung abgebremst. Ein Stück darüber ist der Bodenreibungseffekt nicht mehr wirksam und die Luft auch schon wieder schneller als darunter. Eine Art 'Vorderkantenwindwelle' entsteht. Somit wäre der beste Lift erst etwas später in der Böe.


 

Im ersten Fall muss man sofort abspringen, im zweiten Fall muss man die Böe einen Moment abwarten und erst dann abspringen – falls diese Theorie Bestand hätte. Also an alle Fördekiter/innen, probiert es aus und meldet Euch im Fördekiter-Forum, wenn Ihr die Theorie bestätigt, widerlegt oder eine andere Theorie aufstellt. Gemeinsam finden wir das Geheimnis heraus.